Celle & Umgebung

Celle entdecken! Nehmen Sie in diesem Video einen kurzen Einblick über Celle:

Celle – Eine Stadt zwischen Tradition und Moderne

Residenzstadt. Fachwerkstadt. Bauhausstadt. Pferdestadt. Lichtkunststadt.

Celle ist eine Stadt voller spannender Gegensätze. Hier verbinden sich auf mühelose Weise Tradition und Moderne. Etwa 40 Kilometer von Hannover entfernt ist Celle das malerische Südtor zur Lüneburger Heide und wurde deshalb 2014 nicht ohne Grund zu den l(i)ebenswertesten Orten Deutschlands unter 80.000 Einwohnern gekürt (Celle besitzt knapp 70.000). Die Reisezeitschrift Geo wählte Celle sogar in die Top Ten der schönsten Städte Deutschlands. Kein Wunder, denn die Residenzstadt beherbergt nicht nur eines schönsten Welfenschlösser Norddeutschlands und preisgekrönte moderne Architektur sondern besticht auch durch seine Nähe. Geschichte und Kultur, Tradition und Moderne, Shopping und regionale Spezialitäten sowie zahlreiche Veranstaltungen machen Celle das ganze Jahr über zu einem attraktiven Reiseziel, das seinen Gästen all seine Schätze inmitten und in unmittelbarer Nähe seiner malerischen Altstadt präsentiert.

Celle, das 2017 seinen 725. Geburtstag feiern durfte, verzeichnet jährlich etwa zwei Millionen Besucherinnen und Besucher, manche kommen als Tagesgäste, viele bleiben auch einige Nächte (ca. 300.000 Übernachtungen pro Jahr). Die pittoreske Altstadt – bestehend aus fast 500 denkmalgeschützten zusammenhängenden Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten – ist ein einmaliges Ensemble mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Baukunst.

Seit Januar 2017 ist Celle auch als erste Stadt in Norddeutschland zur nachhaltigen Destination zertifiziert worden. Die Residenzstadt Celle ist damit die erste, nachhaltig zertifizierte Stadt in Norddeutschland und in ganz Niedersachsen.

Prinzessinnen, Herzöge und der britische Thron – Celles royales Erbe

Das berühmte Celler Herzogschloss hat seinen Ursprung im 13. Jahrhundert. Die zugehörige Schlosskapelle wurde 1485 geweiht. Der gotische Sakralbau ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Renaissancekunst in Norddeutschland und gilt heute als einziger, fast vollständig erhaltener Kirchenraum Deutschlands aus frühprotestantischer Zeit.

Einst war im Celler Schloss der europäische Adel zuhause. Dort residierten Jahrhunderte lang die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Die Celler Herzogin Éléonore gilt als die Großmutter Europas – ihre Nachfahren sitzen heute in zahlreichen europäischen Ländern auf dem Thron. Ihr Gatte Georg Wilhelm liebte Italien und ließ das mittelalterliche Schloss Ende des 17. Jahrhunderts aufwändig von italienischen Handwerkern erweitern. Gemeinsam riefen sie 1697 das Schlosstheater ins Leben – das älteste, noch heute ständig bespielte Barocktheater in Deutschland mit eigenem Ensemble.

Ein Highlight ist auch ein Besuch der Welfengruft in der Stadtkirche St. Marien. Dort liegt die Celler Prinzessin Sophie Dorothea an der Seite ihrer Vorfahren begraben. Und auch ihre Urenkelin, die englische Prinzessin Caroline Mathilde, die als verbannte dänische Königin der Stadt im 18. Jahrhundert Glanz und Glamour verlieh fand hier ihre letzte Ruhe.

Neben dem Schloss gehören aber auch Pferde zu Celle wie die Aller. Das berühmte Zuchtgestüt der Hannoveraner liegt mitten in der Stadt und lädt alljährlich zu seinen berühmten Hengstparaden ein, die nicht nur so manche Staatsmänner- und frauen, gekrönte Häupter und zahlreiche weitere Promis, sondern ein Publikum rund um den Globus in die Heidestadt lockt.

Kultur, Geschichte und ein weltweit einmaliges Museum

Im Residenzmuseum, direkt im Celler Schloss erfährt der Besucher auch so einiges zu den „unstandesgemäßen“ Beziehungen der Celler Schlossbewohnerinnen: Sophie Dorothea wie auch
Caroline Mathilde strauchelten der Liebe wegen. Die eine hätte sogar Königin von England werden können. Aber es kam alles anders und so sorgen Celles „Grandes Dame“ noch heute wegen ihrer unseligen Affären für große Aufregung in den Geschichtsbüchern und bieten reichlich Stoff für Film, Lektüre und Theater.

Gegenüber vom Schloss ist das Bomann-Museum beheimatet, eines der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Museen in Niedersachsen. Es präsentiert auf 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in sieben Rundgängen die Entwicklung von Stadt und Region von Anbeginn bis heute. Die Exponate rücken dabei das Leben und Wirken der Menschen in den Mittelpunkt.

Wer sich mit Kunst beschäftigen möchte, sollte unbedingt auch dem Celler Kunstmuseum nebenan einen Besuch abstatten. Es zeigt Exponate aus dem frühen 20. Jahrhundert bis heute, besonders hervorzuheben sind die Stiftungen Eberhard Schlotter und die Miniaturensammlung Tansey, eine weltweit bedeutende Sammlung von Malereien im Kleinstformat mit Exponaten vom 16. bis 20. Jahrhundert. Bei Nacht wird das Museum zum weltweit einzigartigen 24-Stunden-Kunstmuseum. Sobald sich die Türen abends schließen, erstrahlt die quadratische Glasfassade in wechselnd buntem Licht. Das Museum beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen aktueller Lichtkunst in Deutschland, dazu zählen etwa „Zone Zero“ von Otto Piene „Blaulichttreppe“ von Vollrad Kutscher oder die „Capri-Batterie“ von Joseph Beuys.

Barock trifft Bauhaus

Liebhaber Moderner Architektur sind in Celle genau richtig, schließlich zählen zahlreiche Gebäude zur Stilrichtung „Neues Bauen“, die in den 1920er und 1930er Jahre das Wohnen in Deutschland revolutionierte: Hier wurde sozusagen der soziale Wohnungsbau erfunden. Der Ruf der Stadt war einmalig und hatte Vergleiche mit Berlin oder Frankfurt nicht zu scheuen: Zu den international zehn wichtigsten Bauwerken des Bauhausstils zählt etwa die Altstädter Schule, welche von dem Celler Architekten Otto Haesler 1927/28 erbaut wurde. Mit dieser so genannten „Glasschule“ und dem daneben stehenden Rektorenhaus wurde der Ort einst zum Architektur-Mekka – und weltweit bekannt.

Besonderes und Kulinarisches

Ein Besuch in Celle lädt mit seinen vielen inhabergeführten Geschäften in der Altstadt regelrecht zum Shoppen ein. Aber auch die großen und bekannten Kaufhäuser finden sich hier. Wenn der Magen dann nach einer ausgiebigen Shoppingtour ordentlich knurrt, empfiehlt sich ein Besuch in den zahlreichen Restaurants inmitten der historischen Altstadt, um die regionalen Spezialitäten zu genießen: Wild- oder Heidschnuckengerichte, feinste Pralinen, Buchweizentorten, Kräuterliköre, – und natürlich das Beste aus der Heide wie Honig, Spargel, Kartoffeln und vieles mehr. Die Celler Rohe Roulade übrigens, für die sich selbst Berühmtheiten immer wieder auf den Weg machen, ist ebenfalls eine Einkehr wert. Das Gericht, serviert mit Brot oder Bratkartoffeln ist einmalig und wird wirklich nur in Celle serviert.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten bietet auch das wunderschöne Cellerland mit seinen weiten Heideflächen (die rings um Celle im Spätsommer üppig blühen), Mooren und Wäldern. Wäre da nur nicht auch noch Celles Bedeutung als Erdölstadt zu erkunden, als Ruderstadt, Flötenstadt, Reformationsstadt, Knäckebrotstadt, Orchideenstadt …

 

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen die folgenden Seiten:

http://www.celle.de
http://www.celle-tourismus.de/

http://www.lueneburger-heide.de/
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